Wassermühle Kuchelmiß


Share this post by e-mail
You can enter up to five recipients. Seperate them with a comma.





The provided data in this form is only used to send the e-mail in your name. They will not be stored and not be distributed to any third party or used for marketing purposes.

Das Mühlengebäude
Die alte Wassermühle Kuchelmiß wird 1751 nach einem Sturm als Fachwerkbau und mit Rohrdach wieder neu errichtet. Eine Wohnung für den Müller kommt hinzu. Sie ist vom Parterre sowie vom ersten Boden aus mit der Mühle verbunden.
1890 werden die maroden Fachwerkwände durch Ziegel ersetzt. Das Dach erhält eine Ziegeleindeckung. Der Südgiebel der Mühle stammt noch aus dem 18. Jahrhundert.
In der Müllerwohnung sind nur unwesentliche bauliche Veränderungen vorgenommen worden.
Besonders schön ist der rote Ziegel-Fußboden.
Auf der Mühleninsel befindet sich auch die Mühlenscheune, die gerade erneuert wird.
Mit der Übernahme der Mühle 1980 als technisches Denkmal begann die umfassende Restaurierung.

Bauplan von 1937

Die Funktionsweise der Mühle
1 Das Becherwerk (Elevator) befördert das Getreide auf die Böden
2 Der Mahlgang ist die älteste Maschine zur Vermahlung des Getreides
3 Der Walzenstuhl ist eine neue und hochwertige Maschine zur Vermahlung des Getreides
4 Der Plansichter übernimmt die Reinigung und die Sortierung des Mahlgutes
D Dritter Boden – Sichterboden
Der Siebsichter (Aspirateur) entfernt vom Getreide alle Beimengungen wie Sand, Unkraut und Steine. Im Plansichter wird das Mahlgut, also Mehl, von Kleie oder von Grieß, durch Bewegung voneinander getrennt. Das Getreide kann hier auch getrocknet und gelagert werden.
C Zweiter Boden – Rohrboden
Das vorgesäuberte Getreide wird hier in der Schälmaschine weiter gereinigt und bearbeitet. Die Staubfilteranlage sorgt für die Beseitigung des Mehlstaubes aus der Luft und den Maschinen. In der stehenden Mischmaschine werden die Mehlsorten zusammengestellt.
B Erster Boden – Walzenboden
Hier erfolgt die Vermahlung des Getreides. Die älteste Einrichtung ist der Mahl- und Schrotgang, der von zwei Mühlsteinen, dem drehenden Läufer und dem festliegenden Bodenstein, vorgenommen wird. In modernen Maschinen wird das Getreide über Walzen – Walzenstuhl – zekleinert.
A Parterre
Anfangs wurde die Mühle von einem unterschlächtigen Wasserrad angetrieben. Diese Aufgabe übernimmt 1866 eine 42 PS-Turbine. Die Kraft wird über Riemen und Transmission zu den Maschinen geleitet. In diesem Bereich erfolgt die Annahme und das Wiegen des Getreides. Mit dem Fahrstuhl werden die Säcke auf die Böden befördert.

Die Mühlengeschichte

1296
In einer Urkunde wird die Mühle in Serrahn erwähnt.
1558
Erstmalige Erwähnung der Wassermühle zu Kuchelmiß. Sie gehört zum Besitz der Familie Hahn.
1596
Gut Kuchelmiß und Mühle werden an den Grafen Hahn zu Basedow verpfändet. Fortan wird die Mühle mit Wiesen, Äckern und Nebengelaß an Müller verpachtet.
1751
Nach einem Sturm wird die Mühle neu errichtet sowie das heutige Wohnhaus angebaut.
1836
Eine Ölstampfe zur Gewinnung von Viehfutter und von Öl für Lampen wird in der Mühle betrieben.
1866
Das unterschlächtige Wasserrad wird von einer Francis-Turbine abgelöst.
1873
Die Ölmühle ist unwirtschaftlich und wird entfernt.
1896
Prinz Albert von Sachsen-Altenburg kauft die Kuchelmißer Güter sowie die Mühle.
1912
Müllermeister Mevius übernimmt als letzter Pächter die Mühle.
1945
Die Gemeinde Kuchelmiß wird Eigentümer der Mühle.
1954
Mevius Tochter leitet als erste Müllermeisterin eine Mühle in Mecklenburg.
1972
Die Produktion von Mischfutter für Tiere wird eingestellt. Es folgt die Stillegung der Mühle.
1980
Als technisches Denkmal und als Museum wird die Wassermühle Kuchelmiß wieder genutzt.

Print Friendly

Kommentar verfassen