Wanderung zu den Ivenacker Eichen bei Stavenhagen


(Streckenlänge: ca. 11,5 km)

Ausgangspunkt der Wanderung zu den “Tausendjährigen Eichen” ist die Reuterstadt Stavenhagen.
Vom Markt geht es über die Ivenacker Straße in Richtung Waldbad. Vorbei an der ehemaligen Gaststätte “Schützenhaus” passieren wir die Eisenbahnunterführung und befinden uns bereits im Landschaftsschutzgebiet “Ivenacker Eichen”. Der Wanderweg führt uns weiter durch Mischwald bis zur Schutzhütte. Hier kann sich der Besucher auf Tafeln über die Eichen, den Wald insgesamt und Ivenack informieren. Doch nun endlich zu den berühmten Eichen.
Sie sind vermutlich die Ältesten und Umfangreichsten ihrer Art in Mitteleuropa. Zu Beginn unseres Jahrhunderts gab es hier noch elf Stück; jetzt sind es nur noch Fünf. Das Alter der Eichen ist mit 800-1500 Jahre nachgewiesen. Die schönste und stärkste der Ivenacker Eichen hat einen Umfang in Kopfhöhe eines erwachsenen Menschen von 10,9 m und unten, im Wurzelbereich, von 16,5 m. Zwölf erwachsene Personen müssen die Eiche umfassen. Die Bäume stellen Reste ehemaliger Schweinemastwälder dar.

Diese Eichenbestände sind bedeutende Kulturdenkmäler des Landes. Neben den Eichen gibt es etliche Buchen, die auf ein Alter von 300-500 Jahre geschätzt werden. Der Weg führt uns weiter in das Dorf Ivenack. Direkt am Ufer des Sees steht das barocke Schloß. Es wurde auf den Grundmauern eines Klosters errichtet. In unmittelbarer Nähe steht die Kirche, ein Bau aus der Mitte des 13. Jahrhunderts. Die Schloßanlage, Kirche, Orangerie und das Teehaus werden in den Schloßpark einbezogen, der bis an den Ivenacker See reicht. Eine Lindenallee mit einigen Platanen, dem Baum der Weisheit, verläuft bis ins Unendliche.

Im zeitigen Frühjahr blühen unter den Bäumen zu Tausenden die gelben Winterlinge. Dieser Park wurde um 1800 unter Verwendung älterer barocker Partien zum englischen Landschaftspark umgestaltet. Ivenack ist in seiner Gesamtlage ein besonders typisches und gut erhaltenes Beispiel eines mecklenburgischen Gutsdorfes. Das Gasthaus “Zu den Eichen” und das Eiscaffee “Strehlow” laden zu einer Erholungspause ein. Die Wanderung geht am Seeufer entlang in Richtung Klockow weiter. Dem Wanderer bieten sich immer wieder wunderschöne Ausblicke über den See und die nahe Vogelschutzinsel. Zum Dorf hinaus gehen wir über Wiesen durch ein Gatter zum Tiergarten.

Die weiträumige Fläche vor dem Alten Forsthaus wird als Futterplatz für ein 90 Tiere umfassendes Damwildrudel genutzt. Täglich zwischen zehn und elf Uhr erfolgt deren Fütterung in unmittelbarem Kontakt mit den Menschen. Der weitere Weg führt uns von der Lichtung in den Wald und auf dem schon beschrittenen Weg von bzw. nach Stavenhagen.

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