Wanderung rund um den Hardtberg bei Teterow


(Streckenlänge: ca. 9 km)

Wir beginnen unsere Wanderung in Hohen Mistorf – einem Ort slawischen Ursprungs, welcher vermutlich zum Einzugsbereich der Teterower Burgwallinsel gehört hat. Vom Parkplatz bzw. der Bushaltestelle aus begeben wir uns zur Dorfkirche. Diese wurde im 13. Jahrhundert erbaut. Als Gründer wird Ritter Dietrich von Schlakendorf genannt.

Hinter der Kirche biegen wir links ab und erreichen nach ca. 300 m einen Wegweiser. Wir setzen unsere Wanderung in Richtung Hagensruhm fort. Gleich hinter dem Friedhof beginnen auf der rechten Seite die Feseltannen, ein Waldstück, in dem sich zwei bronzezeitliche Hügelgräber befinden. Am Rande der Feseltannen verläuft ein Weg in Richtung Nordosten.

Nach rund 500 m gelangen wir über einen Feldweg auf einen bergan führenden Waldweg. Gleich links erhebt sich der Voßberg mit einer Höhe von 100,6 m. An der nächsten Weggabelung angelangt, wandern wir in Richtung Försterei Hagensruhm. Das im Jahre 1993 abgebrannte Forsthaus wurde in altem Stil neu errichtet. Besonders auffällig ist das vor dem Haus stehende Steindenkmal eines Wildschweines mit einem Jagdhund.

Grundherr von Retzow ließ es aus Dankbarkeit und zu Ehren seines vierbeinigen Freundes “Hagen von Bobenberg” errichten. Dieser rettete ihm bei einer Saujagd das Leben und kam selbst dabei um. Dem Hund Hagen zum Ruhme trägt die Försterei den Namen “Hagensruhm”.

Um nach Pohnstorf zu gelangen gehen wir den gleichen Weg bis zur Tannenschonung zurück. Dort zeigt uns ein Wegweiser die Richtung. Nach ca. 500 m erreichen wir den Abzweig zum Hardtberg. Mit seinen 124,5 m ist er die höchste Erhebung in der Mecklenburgischen Schweiz. Weithin sichtbar ist der in der Nähe des Gipfels stehende Funkturm. Wieder zurück auf dem Hauptweg setzen wir unsere Wanderung stetig bergab in Richtung Pohnstorf fort.

Vor dem Ortseingang schlagen wir den Weg südlich nach Hohen Mistorf vorbei am alten Gutspark ein. Hier ist auch das Mausoleum der letzten Gutsbesitzer, der Hamburger Unternehmerfamilie Wessel, zu sehen. Die Wanderung fortsetzend erreichen wir nach wenigen Minuten eine Schutzhütte mit Feuerstelle. Von hier aus eröffnet sich uns ein weiter Blick über das Teterower Becken. Nach unserer Rast verläuft der Weg entlang der ehemaligen Feldbahn.

Neben den zahlreichen Söllen sind immer wieder einzelne Eichen zu sehen. Diese sind der Rest eines großen Bestandes, welcher den bis 1830 arbeitenden Glashütten zum Opfer fiel. Wieder in Hohen Mistorf angelangt, wandern wir durch den Dorfpark zurück zu unserem Ausgangspunkt.

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